Flower Camping Les Aubépines ⭐️⭐️⭐️⭐️
🇫🇷 Le Crotoy, Frankreich

Zum dritten Mal…

…nach 🇫🇷 Frankreich ging es für uns in diesem Urlaub.

Nach Südfrankreich und der Bretagne zog es uns nun nach Le Crotoy, einem Badeort und Fischerhafen an der Somme-Bucht. 

Unsere Gesamtbewertung:

Reisezeitraum:

Bewertet mit 4 von 5

18.06. – 27.06.2026
(9 Tage, 8ÜN)

17.07.2026

Flower Camping Les Aubépines

Le, 800 Rue de la Maye, 80550 Le Crotoy, Frankreich

Internet:
Unser Reisebericht

Vorwort

eigentlich...

..wollten wir für die knapp 1,5 Wochen in den Norden (Süd-Dänemark) fahren – waren aber dann leider negativ überrascht, dass wir auf den Campingplätzen, für die wir uns interessierten, für Babys (also ab 0 Jahren) bereits zahlen sollten. Daher haben wir uns relativ kurzfristig umentschieden und landeten – wieder – in Frankreich, was von uns aus gesehen sogar noch weniger entfernt war (auch ein Faktor, wenn man nur 9 Tage (8ÜN) unterwegs ist. 

Tipp 1

🏝️ Strand und Umgebung

Ca. 1km vom Campingplatz entfernt befindet sich der Naturstrand. Man kann hier prima mit Fahrrädern hinfahren, oder auch einen gemütlichen Abendspaziergang unternehmen, wie wir es oft machten – dann kommt man in den Genuß eines tollen Sonnenuntergangs, der auch einige Franzosen anlockt.

Der Strand von Le Crotoy Strand gehört zu den schönsten Stränden der Somme-Bucht und ist besonders wegen seiner südlichen Ausrichtung bekannt. Als einziger nach Süden gerichteter Strand an der nordfranzösischen Küste bekommt er besonders viele Sonnenstunden und bietet einen herrlichen Blick über die weite Bucht. Bei Ebbe zieht sich das Meer oft mehrere Kilometer zurück und gibt riesige Sandflächen frei, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen. Aufgrund der starken Gezeiten verändert sich die Landschaft ständig – ein faszinierendes Naturschauspiel. 

Der feine Sandstrand eignet sich hervorragend zum Entspannen, Muschelsammeln oder für Familien mit Kindern. Vom Strand aus lassen sich mit etwas Glück sogar die berühmten Seehunde der Somme-Bucht beobachten, die sich auf den Sandbänken sonnen. Direkt an der Strandpromenade befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, sodass sich ein Strandtag ideal mit einem Bummel durch den charmanten Fischerort verbinden lässt. Die einzigartige Kombination aus Natur, Ruhe und maritimem Flair macht den Strand von Le Crotoy zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Nordfrankreich.

Tipp 2

📍 Le Crotoy

…war der nächste zu erreichende Ort – entweder zu Fuß (ist allerdings ein gutes Stück…) oder besser mit dem Rad auf von der Strasse abgetrennten Radwegen oder am Strand entlang.

Le Crotoy ist ein malerischer Küstenort an der berühmten Somme-Bucht und zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen im Norden Frankreichs. Das ehemalige Fischerdorf verbindet maritimes Flair mit einer langen Geschichte und einer außergewöhnlichen Naturlandschaft. Besonders bekannt ist Le Crotoy für seinen feinen Sandstrand, der als einziger Strand an der nordfranzösischen Kanalküste nach Süden ausgerichtet ist und deshalb besonders viele Sonnenstunden bietet. 

Bereits im Mittelalter spielte Le Crotoy eine wichtige Rolle als Hafen- und Festungsstadt. Während des Hundertjährigen Krieges wechselte der Ort mehrfach zwischen französischer und englischer Herrschaft. Die berühmte Jeanne d’Arc wurde hier im Jahr 1430 gefangen gehalten, bevor sie nach Rouen gebracht wurde. Auch Jules Verne lebte mehrere Jahre in Le Crotoy und schrieb hier Teile seines berühmten Romans 20.000 Meilen unter dem Meer

Heute prägen der kleine Fischer- und Yachthafen, die gemütliche Strandpromenade und die zahlreichen Cafés und Restaurants das Ortsbild. Besonders beliebt sind die frischen Meeresfrüchte und Muscheln, die direkt aus der Somme-Bucht stammen. Von Le Crotoy aus starten außerdem Wanderungen durch die Bucht, bei denen man mit etwas Glück Seehunde und zahlreiche Vogelarten beobachten kann. Auch die historische Museumsbahn Chemin de Fer de la Baie de Somme verbindet den Ort mit den umliegenden Küstenorten und bietet eine besonders schöne Fahrt durch die einzigartige Landschaft. 

Le Crotoy ist damit ein ideales Reiseziel für alle, die Geschichte, Natur und französisches Küstenflair miteinander verbinden möchten. Besonders die wechselnden Gezeiten verleihen der Somme-Bucht ihren ganz besonderen Charme und machen jeden Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis. 

Tipp 3

📍Rue

Nach Rue sind wir u.a. gerne zum einkaufen (Auchan) gefahren. Aber der Ort hat auch noch mehr zu bieten.

Rue ist eine kleine historische Stadt in der Region Hauts-de-France, nur wenige Kilometer von der Somme-Bucht entfernt. Im Mittelalter war Rue eine wohlhabende Handelsstadt und profitierte vom Handel mit Wolle, Salz und Fisch. Damals lag die Stadt noch direkt am Meer und besaß einen bedeutenden Hafen. Durch die Versandung der Somme-Bucht verlagerte sich die Küstenlinie jedoch im Laufe der Jahrhunderte, sodass Rue heute einige Kilometer im Landesinneren liegt.

Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist die Kapelle des Heiligen Geistes (Chapelle du Saint-Esprit). Sie wurde im 15. Jahrhundert im prachtvollen gotischen Stil erbaut und gilt als eines der schönsten Beispiele der Flamboyant-Gotik in Nordfrankreich. Besonders beeindruckend sind die reich verzierten Fassaden mit ihren filigranen Steinmetzarbeiten.

Ein weiteres Wahrzeichen ist der rund 28 Meter hohe Glockenturm von Rue. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert und gehört zu den Belfrieden Nordfrankreichs, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Von seiner Spitze bietet sich ein schöner Blick über die Stadt und die weite Landschaft der Somme-Bucht.

Heute lädt Rue mit seinen kleinen Gassen, historischen Gebäuden, gemütlichen Cafés und Wochenmärkten zum Bummeln ein. Durch seine Lage ist der Ort außerdem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Somme-Bucht, nach Le Crotoy oder nach Saint-Valery-sur-Somme. Die Mischung aus Geschichte, Architektur und der Nähe zur beeindruckenden Küstenlandschaft macht Rue zu einem lohnenden Reiseziel.

Tipp 4

📍Saint-Valery-sur-Somme

Saint-Valery-sur-Somme zählt zu den schönsten Orten an der Somme-Bucht und begeistert mit seinem mittelalterlichen Charme, einem malerischen Hafen und einer beeindruckenden Aussicht auf die Bucht. Die Stadt entstand bereits im frühen Mittelalter und entwickelte sich zu einem bedeutenden Hafen- und Handelsplatz. Noch heute prägen enge Gassen, historische Häuser und die gut erhaltene Altstadt das Stadtbild.

Besonders sehenswert ist die mittelalterliche Oberstadt mit ihren Stadtmauern, Toren und der Porte de Nevers. Von der Uferpromenade und dem Hafen aus genießt man einen herrlichen Blick über die Somme-Bucht, die zu den schönsten Naturlandschaften Frankreichs zählt. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und gibt riesige Sandflächen frei – ein faszinierendes Schauspiel, das sich täglich mit den Gezeiten verändert.

Auch geschichtlich spielte Saint-Valery-sur-Somme eine wichtige Rolle. Im Jahr 1066 sammelte Wilhelm der Eroberer hier seine Flotte, bevor er nach England aufbrach und die berühmte Normannische Eroberung Englands begann. Dieses Ereignis machte den Ort weit über Frankreich hinaus bekannt.

Heute ist Saint-Valery-sur-Somme ein beliebtes Reiseziel für Natur- und Geschichtsfreunde. Entlang der Promenade laden Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte zum Verweilen ein. Außerdem ist der Ort Endstation der historischen Chemin de Fer de la Baie de Somme, einer dampfbetriebenen Museumsbahn, die durch die wunderschöne Landschaft der Somme-Bucht bis nach Le Crotoy führt. Wer die Mischung aus Geschichte, Natur und maritimem Flair erleben möchte, findet in Saint-Valery-sur-Somme eines der schönsten Ausflugsziele Nordfrankreichs.

Tipp 5

🏰 Burg Rambures

Das Beste kommt zum Schluss? Möglicherweise… Am letzten Tag besuchten wir die Burg Rambures, die sich ca. 40km / 45min vom Campingplatz entfernt im gleichnamigen Ort befindet. Vorab: die Fahrzeit kann und sollte man auf jeden Fall in Kauf nehmen! 

Die Burg Rambures gehört zu den beeindruckendsten mittelalterlichen Festungen Nordfrankreichs. Sie wurde Anfang des 15. Jahrhunderts während des Hundertjährigen Krieges erbaut und diente der Familie Rambures als Wohnsitz und Verteidigungsanlage. Die Burg zählt zu den ersten Festungen Europas, die nahezu vollständig aus Backstein errichtet wurden. Dieses Baumaterial machte sie widerstandsfähiger gegen den zunehmenden Einsatz von Kanonen und Schusswaffen.

Besonders auffällig sind die vier mächtigen Rundtürme, die durch hohe Wehrmauern miteinander verbunden sind und von einem breiten Wassergraben umgeben werden. Im Inneren der Burg befinden sich zahlreiche historische Wohnräume mit originalen Möbeln, Wandteppichen und Kunstgegenständen, die einen Einblick in das Leben des französischen Adels vermitteln. Seit mehreren Jahrhunderten befindet sich die Burg im Besitz derselben Familie und wurde sorgfältig erhalten.

Heute ist die Burg ein beliebtes Ausflugsziel und kann besichtigt werden. Neben der Festung laden ein weitläufiger Landschaftspark und ein Rosengarten mit mehreren hundert Rosensorten zum Spazieren ein. Die Kombination aus mittelalterlicher Architektur, Geschichte und Gartenkunst macht die Burg Rambures zu einem der schönsten historischen Bauwerke der Region.

 

UNSER TIPP: Achtet auf die Uhrzeiten, denn auch hier – wie so oft in Frankreich, wie wir feststellen mussten – gibt es feste Mittagszeiten und wir wurden freundlich, aber bestimmt, um Punkt 12 Uhr zur Schließung des Parks  „verwiesen“.

...und noch ein paar video-impressionen

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Unsere Bewertung

Wir lassen uns natürlich gerne von anderen Campern inspirieren, bilden uns aber auch genauso gerne eine eigene Meinung, die natürlich ebenso „subjektiv“ ist. Für uns als „junge“ Familie mit Hund und Wohnwagen sind durchaus andere Bewertungskriterien maßgebend als für ein älteres Paar mit Wohnmobil oder eine Jugendgruppe mit Zelt. Außerdem ist eine Bewertung ja auch immer nur eine Zeitpunkt-Aufnahme und kann möglicherweise bereits ein paar Wochen / Monate später schon anders ausfallen…

stellplatzimpressionen

Anreise und Lage 

Bewertet mit 4 von 5

Die Anreise verlief problemlos und der Campingplatz war gut zu finden und ausgeschildert.

Platz und Ausstattung

Bewertet mit 4 von 5

Der Campingplatz verfügt neben Stellplätzen auch über viele (sogar die Mehrzahl) Tiny-Häuser und Hütten. Wir hatten einen Stellplatz mit Privatsanitär und einer überdachten Picknick-Ecke. Neben einem Außen- und Innenpool, einem kleinen Einkaufsladen mit Brötchen-/Backwarenvorbestellung, einem Restaurant, uvm. gibt es auch für Kinder einiges zu bieten.

Leider kann man nur eine Stellplatz-Kategorie buchen und keine genaue Platznummer, was wir aber nicht als negativ empfinden, denn bei der Buchung wird die benötigte Größe (Länge Wohnwagen / Breite inkl. Vorzelt) bereits abgefragt und dann ein Platz zugeteilt

Sanitäranlagen

Bewertet mit 4 von 5

Wir hatten ja den Comfort eines Privatsanitär-Gebäudes mit Dusche, WC, Waschbecken und Außenspüle – aber auch die Sanitärhäuser waren sauber und modern ausgestattet. Viele Toiletten / Duschen gab es dort jedoch nicht, da die Mehrzahl ja aus Tinyhäusern/Hütten/Stellplatätzen mit Privatbad verfügte,

Freizeit / Aktivitäten

Bewertet mit 4 von 5

Jede Menge! Spaziergänge am Strand, Wochenmärkte in den nahegelegenen Städten, Dampfeisenbahn, Ausflugsboote, Wanderungen, Fischen, Tennis, Reiten, Kutschfahrt, Kletterpark, Kanufahrten, SUP, Minigolf, Kitesurfen, Strandsegeln, Burg Rambures, und vieles mehr. 

Langweilig dürfte es hier keinem werden!

Ver-/Entsorgung 

Bewertet mit 3.5 von 5

Unser Wasserhahn auf dem Stellplatz für die Frischwasserversorgung wurde leider als „Festanschluss“ für vermutlich das Sanitärgebäude (?) genutzt, sodass wir das Frischwasser direkt dort per Kanister beziehen mussten. Etwas umständlich, aber zu verschmerzen (es waren ja kurze Wege).

WLAN / Mobilfunkempfang

Bewertet mit 2 von 5

WLAN gab es leider nur kostenpflichtig (7€ / Woche), der Mobilfunkempfang schwankte immer zwischen 3G und 5G, was so eben für das TV Streaming reichte. 

Preis/Leistung

Bewertet mit 3.5 von 5

Für das Gebotene und die Größe / den Komfort des Stellplatzes mit Privatbad durchaus gerechtfertigt. Für 9 ÜN haben wir mit 2 Personen, Hund und Endreinigung ca. 551 EUR bezahlt. Strom war darin bereits inkludiert (10A).

GESAMTBEWERTUNG
Bewertet mit 4 von 5

Insgesamt vergeben wir über alle Kriterien 2 Sterne.

Fazit

Unser Fazit für unseren Aufenthalt hier. Neben den „harten“ Bewertungskriterien oben, spielen in unserem Fazit auch die „weichen“ Kriterien eine Rolle, wie zum Beispiel der „Wohlfühlfaktor“ und das allgemeine „Drumherum“ – plus darüber hinaus auch all das, wofür man nicht unbedingt Sterne vergeben kann (Wetter, Mitcamper, Freundlichkeit, Stimmung,…) bzw. was in kein Bewertungsschema passt.

Empfehlung ja / nein

…ein klares JA!

Wir hatten super Glück mit dem Wetter und konnten dementsprechend viel unternehmen (wobei es an zwei Tagen weit über 30 Grad war und wir den klimagekühlten Wohnwagen vorgezogen haben – auch zum Schutz unseres Kleinen…).

Die kleinen französischen Dörfer versprühen teilweise immer noch den Charme des romatischen Mittelalters und landschaftlich bietet die Gegend auch sehr viel – vor allem oft unbeührte Natur und einen Strand, der mit seinen Dünen teilweise an die Nordseeküste Dänemarks erinnert. 

Kulinarisch dürfte auch jeder fündig werden – über frisch gefangene Muscheln und Meeresfrüchte bis hin zu den Puddingkuchen und Eclairs kann man es sich „gut gehen lassen“. 

Anregungen / Verbesserungswünsche an den Campingplatz gibt es nur wenige: kostenloses WIFI oder eine durchgängig besetzte Rezeption ohne Mittagspause ist hier schon alles. 

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